Die Europäische Union wagt mit dem AI Act einen grossen Schritt: die Regulierung Künstlicher Intelligenz. Das weltweit erste umfassende KI-Regulierungsgesetz soll einen Rahmen schaffen, der Innovation fördert und gleichzeitig Risiken minimiert.
Ein risikobasierter Ansatz zur KI-Regulierung
Der EU AI Act vom 13. Juni 2024 tritt schrittweise in Kraft. Am 2. Februar 2025 sind allgemeine Bestimmungen und Verbote in Kraft getreten. Die letzten Bestimmungen folgen am 2. August 2026 und 2. August 2027.
KI-Systeme werden in vier Kategorien eingeteilt:
- Inakzeptables Risiko: Verboten – z. B. Social Scoring oder Massenüberwachung via Gesichtserkennung im öffentlichen Raum.
- Hohes Risiko: Strenge Anforderungen – z. B. KI-basierte medizinische Diagnosesysteme müssen zertifiziert werden.
- Geringes Risiko: Transparenzpflichten – z. B. Chatbots müssen offenlegen, dass der Nutzer mit einer KI interagiert.
- Minimales Risiko: Von den Regeln ausgenommen – z. B. KI-gestützte Videospiele.
Ist die Schweiz betroffen?
Ja. Obwohl die Schweiz kein EU-Mitglied ist, greift das Marktortprinzip: Schweizer Unternehmen, die KI-Systeme in der EU anbieten oder deren KI-Ausgaben in der EU verwendet werden, müssen die Regeln des EU AI Acts einhalten.
Hot News aus dem Bundeshaus
Am 13. Februar 2025 veröffentlichte der Bundesrat eine Mitteilung: «KI-Regulierung: Bundesrat will Konvention des Europarats ratifizieren.» Dies zeigt, dass die Schweiz die Bedeutung von KI erkannt hat und sich an die EU-Entwicklungen anlehnen wird.
Die globale Perspektive: EU im Wettbewerb mit USA und China
Die USA setzen auf einen liberalen Ansatz bei der Regulierung von KI. China verfolgt einen staatlich kontrollierten Ansatz. Die EU versucht mit dem AI Act, einen Mittelweg zwischen Innovation und Ethik zu finden – ein anspruchsvolles Ziel, das Europa vor grosse Herausforderungen stellt.
Rechtssicherheit mit den Swiss AI Experts
Schweizer Unternehmen entwickeln mit den Swiss AI Experts und unserem Rechtsexperten Christian Sager KI-Lösungen, die ethisch, verantwortungsvoll und rechtskonform sind.
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